Elternrechte werden gestärkt
Besuch Friedrichgym 29 03 2019

Eltern können sich auch gegen Empfehlung des Schulamtes für Förderschulen entscheiden

Eltern können ihre Kinder auch weiterhin direkt an freien Förderschulen und -zentren anmelden, wenn diese sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Darauf weist der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Zippel Eltern von Vorschulkindern im Altenburger Land hin.

„Im staatlichen Schulsystem laufen die Anmeldungen zwar künftig zentral über die Grundschulen. In den Verhandlungen mit der Landesregierung haben wir aber erreicht, dass die Eltern am Ende des Feststellungsverfahrens das Recht haben, als Lernort für ihr Kind eine Förderschule zu wählen. Auch wenn das Schulamt etwas anderes empfiehlt“, erklärte Zippel. Die Rechte von Eltern und Kinder würden damit gestärkt. Genau wie viele Eltern fürchtet Zippel, dass die normalen Grundschulen nicht für jedes Kind den besten Lernort darstellen, weil viele solche Einrichtungen bereits jetzt mit Ihren inklusiven Aufgaben überfordert sind. „Das ist ein Verhandlungserfolg nicht nur für die Wahlfreiheit der Eltern, sondern am Ende auch für die optimale Förderung vieler Schüler“, machte Zippel deutlich.

„Einrichtungen wie die Regenbogenschule müssen auch weiterhin ihren Platz in der Schullandschaft im Altenburger Land haben. Bei allen noch immer bestehenden Fehlentwicklungen in der neuen Thüringer Schulordnung haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass zumindest das so bleibt“, so Zippel. Trotz des CDU-Verhandlungserfolges bleiben viele Punkte in der neuen Schulordnung, mit denen sich Zippel überhaupt nicht anfreunden kann. „Wir hätten uns noch viele weitere Änderungen gewünscht, aber die Grundfehler sind schon im rot-rot-grünen Schulgesetz aus der letzten Legislaturperiode angelegt und lassen sich auch auf dem Verordnungswege nicht mehr heilen“, erklärte Zippel.