Altenburger Land wurde bei Impfstart vergessen
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CDU-Abgeordneter fordert schlüssige Impfstrategie

Der Altenburger Landtagsabgeordnete Christoph Zippel kritisiert den späten Beginn der Corona-Impfungen im Altenburger Land. „Wir waren wochenlang der Corona-Hotspot im Freistaat. Die Situation im Klinikum und in den Pflegeeinrichtungen ist dramatisch. Trotzdem sollen die Impfungen hier erst im Januar beginnen. Es kann doch nicht sein, dass wir beim Impfstart einfach vergessen werden.“ Besonders irritiert ist Zippel von der Tatsache, dass bereits sechs Krankenhäuser in Thüringen Impfstoff-Lieferungen bekommen haben, aber noch nicht das Klinikum Altenburger Land. Dabei war das Klinikum von der Landesregierung als eines der Schwerpunktkrankenhäuser für die Behandlung von COVID-19-Patienten mit schweren Verläufen (sogenannte Level-1-Klinik) benannt worden. „Wenn ich dann sehe, dass Eisenberg als Level-2-Klinik bereits Impfstoff erhalten hat und wir nur das bekommen sollen, was im Geraer Klinikum übrig bleibt, kann ich nur mit dem Kopf schütteln“, so Zippel.

Das gleiche Bild sieht Zippel bei den Pflegeeinrichtungen im Landkreis. „Zahlreiche Pflegeheime bei uns haben schon vor Wochen Hilferufe nach Erfurt gesendet. Sie haben sich vorbereitet und Eigeninitiative gezeigt. Trotzdem werden sie nun auf Januar vertröstet“, kritisiert der CDU-Abgeordnete. „Mir ist klar, dass der Impfstoff momentan noch knapp ist und Prioritäten gesetzt werden müssen. Aber dann bitte mit einer schlüssigen und transparenten Impfstrategie, die sich am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert. Das erwarte ich von der Landesregierung und von der Kassenärztlichen Vereinigung“, so Zippel abschließend.