Schulen schrittweise öffnen
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Vorrang für Grundschulen und Abschlussklassen

„Schulschließungen im aktuellen Ausmaß bis Ostern darf es im Altenburger Land nicht geben“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Zippel. Für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts sei ein Stufenmodell erforderlich, das sich für die Schulen klar am Inzidenzwert in unserem Landkreis orientiert.

„Wechselunterricht hat sich im letzten Jahr für die Zeit des Übergangs vom Heimunterricht zum Präsenzunterricht bewährt“, so Zippel weiter. Abschlussklassen, Grundschulklassen und Schüler mit besonderem Förderbedarf müssten innerhalb der jeweils vorhandenen Kapazitäten für den Präsenzunterricht Vorrang genießen. Die Forderung, die Öffnung der Schulen an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen, ist Teil eines aktuellen Positionspapiers der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag.

„Aus meiner Sicht ist dabei besonders wichtig, dass die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern im Altenburger Land deutlich verbessert werden muss“, so Zippel weiter. „Informationen müssen rechtzeitig, klar und verständlich weitergegeben werden. Den Schulleitungen müssen zwischen der offiziellen Information und der gewollten Umsetzung einer Maßnahme mindestens drei Werktage Zeit gegeben werden. Nur so können Neuerungen geplant und an Schüler, Eltern und das Lehrerkollegium kommuniziert werden.“ Auch müssten den Schülern regelmäßig feste Sprechzeiten aller Klassen- und Fachlehrer angeboten werden.

Als „absolut vordringlich“ benannte Zippel die Forderung, „die Schulcloud endlich zum Laufen zu bringen. Hierfür sei auch die Versorgung der Schulen mit Laptops oder Tablets flächendeckend zu gewährleisten. „Das Altenburger Land hat hier seine Hausaufgaben gemacht. Über den Digitalpakt Schule hat der Landkreis mehr als 1000 mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler bereitgestellt. Jetzt muss auch das Thüringer Bildungsministerium endlich in die Gänge kommen“, so Zippel.

Die Realität im Pandemiemanagement an den Schulen sei laut Zippel geprägt von einem Mangel an Klarheit, Planungssicherheit und Verlässlichkeit. „Willkürlich wirkende wechselnde Aussagen zur Wiederaufnahme und zum Umfang des Präsenzunterrichts, verschobene Ferientermine, unklare Vorgaben zur Notbetreuung, fragwürdige Entscheidungen zu Versetzungen, fehlende digitale Technik und Unsicherheit hinsichtlich der nutzbaren Programme, schlecht abgestimmten und kurzfristigen Allgemeinverfügungen und Verordnungen verdichten sich zum Bild einer in und an der Pandemie scheiternden Thüringer Bildungspolitik“, kritisiert Zippel.

Bürgerbüro Christoph Zippel MdL