Zur Zukunft des Altenburger Schlossbergs
Schloss Abg Bachsaal

Zippel: Alle Beteiligten an einen Tisch bringen

Auf Initiative des Altenburger Landtagsabgeordneten Christoph Zippel trafen sich am Donnerstag, dem 25. Juni Vertreter der Landes- und Altenburger Kommunalpolitik, um sich über die Zukunft des Altenburger Schlossbergareals auszutauschen.

„Als Landtagsabgeordneter und Kommunalpolitiker kenne ich ja beide Seiten der aktuellen Diskussion. Mir war deshalb wichtig, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und ihre Standpunkte austauschen können. Außerdem wollte ich die spezielle Altenburger Situation in die Landespolitik spiegeln. Denn anders als bei den meisten Thüringer Kulturdenkmälern sind unser Schloss und das Lindenau-Museum noch komplett in kommunaler Trägerschaft“, so Christoph Zippel.

Hintergrund des Gesprächs waren die Verhandlungen des Landes Thüringen mit Sachsen-Anhalt über die Gründung einer mitteldeutschen Kulturstiftung. In dieser Stiftung sollen nach dem Willen der Thüringer Landesregierung sowohl das Altenburger Schloss als auch das Lindenau-Museum aufgehen. Im Bachsaal des Schlosses trafen der Altenburger Oberbürgermeister André Neumann, der Vorsitzende des Schlossvereins Frank Tanzmann sowie die Landtagsabgeordneten Jörg Kellner, Christian Herrgott und Christoph Zippel zusammen. Die fachliche Expertise steuerte der Direktor des Lindenau-Museums Dr. Roland Krischke bei.

„Es war ein Fehler der rot-rot-grünen Landesregierung, die Kommunen als Träger der Thüringer Schlösser, Burgen und Museen bei den Verhandlungen nicht mitzunehmen. Auch deshalb ist der Staatsvertrag in seiner jetzigen Form gescheitert“, sagte Zippel. Jetzt ginge es laut Zippel darum, dass ausreichend Mittel für die Sanierung der bedeutenden Zeugnisse der Thüringer Residenzkultur zur Verfügung stehen. Die in Aussicht gestellten Bundesgelder in Höhe von 100 Millionen Euro für Thüringen könnten über eine schlanke Förderstiftung ausgereicht werden und damit anteilig auch dem Altenburger Schlossbergareal zugutekommen. „Welches Konstrukt gewählt wird, ist letztlich zweitrangig. Wichtig ist, dass Altenburg auf jeden Fall von den Investitionsmitteln und der angekündigten Unterstützung bei den Betriebskosten profitiert. Dafür werde ich kämpfen“, versprach Zippel.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionswoche „Kulturelle Identität und Selbstbestimmung“ der CDU-Landtagfraktion statt. Innerhalb von vier Tagen besuchten die Abgeordneten acht Thüringer Schlösser, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und das Gespräch mit der Kommunalpolitik und den Fördervereinen der historischen Immobilien zu suchen.