Klinikum Altenburger Land hat gute Karten im Fachkräftewettbewerb
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Treffen der mitteldeutschen CDU-Gesundheitspolitiker in Altenburg

„Die Krankenhauslandschaft in Mitteldeutschland steht vor enormen Herausforderungen. Auch das Klinikum Altenburger Land steht in einem scharfen Wettbewerb um Ärzte und Pflegepersonal. Aber unser Klinikum hat gute Karten, in diesem Wettbewerb zu bestehen.“ Das sagt der Altenburger CDU-Politiker Christoph Zippel anlässlich des Mitteldeutschen Gesundheitsgesprächs am 12. Oktober 2019 in Altenburg.

Die Gesundheitsexperten diskutierten Maßnahmen gegen den Ärztemangel und tauschten sich über die Themen Krankenhausplanung, Fachkräftegewinnung und Prävention aus. „Sachsen-Anhalt ist mit der Landarztquote auf dem richtigen Weg. Hieran sollte sich Thüringen ein Beispiel nehmen“, sagt Zippel. Zudem setze sich die Thüringer CDU-Fraktion für mehr Medizinstudienplätze an der Universität Jena sowie für eine Landarztprämie ein. „Aufgrund der Dauer der Ärzteausbildung greifen diese Maßnahmen natürlich erst in einigen Jahren. Kurzfristig würde den Krankenhäusern vor allem eine Erhöhung der Investitionspauschale helfen“, erklärt Zippel. Auf diese Weise würden Mittel für eine bessere Bezahlung des medizinischen Personals frei werden. „Hier sehe ich die Landesregierung in der Pflicht, gerade bei den Häusern in kommunaler Trägerschaft“, so Zippel.

In Bezug auf das Klinikum Altenburger Land warnt Zippel vor Schwarzmalerei und hebt die Bedeutung des Klinikums als Arbeitgeber und als Rückgrat der medizinischen Versorgung in der Region hervor. Die hervorragende Arbeit der Ärzteschaft und des Pflegepersonals werde in vielen Bereichen durch überdurchschnittliche Bewertungen in den Patientenbefragungen der großen Krankenkassen bestätigt. „Altenburg liegt vor den Toren Leipzigs und das Klinikum ist Lehrkrankenhaus sowohl der Universitäten Leipzig als auch Jena. Das sind nicht die schlechtesten Argumente für junge Ärztinnen und Ärzte“, so Zippel.

Die entscheidenden Punkte bei der Fachkräftegewinnung seien neben der Bezahlung vor allem die Arbeitsbedingungen und die weichen Standortfaktoren. „Hier geht sicherlich noch mehr. Wenn man die Defizite in diesen Bereichen ausgleicht, ist das Klinikum auf einem guten Weg“, sagt Zippel und ergänzt: „Unser Klinikum hat die besten Chancen, trotz eines momentan für alle Krankenhäuser schwierigen Umfelds.“

Hintergrund

Das Mitteldeutsche Gesundheitsgespräch ist ein regelmäßiger Ideenaustausch zwischen den CDU-Gesundheitspolitikern der drei mitteldeutschen Bundesländer, zu dem in diesem Jahr Christoph Zippel nach Altenburg eingeladen hatte. Die Teilnehmer waren Tobias Krull, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Matthias Egert, Bürgermeister der Stadt Zörbig, Robert Möritz, Kreisvorstand der CDU Anhalt-Bitterfeld sowie Christoph Zippel, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Die wissenschaftliche Expertise steuerte Prof. Dr. Peter Rudolph bei, Dekan und Professor für Gesundheitsmanagement an die Hochschule Magdeburg-Stendal.